Die Frage nach Deinem großen WARUM

Motivation

 

Lass uns direkt mit der ersten Aufgabe beginnen.

 

Aufgabe:

  • Halte inne und schreibe auf, warum Du dieses Projekt willst. Mach ein Brainstorming und schreibe alle Gedanken (seien sie auch noch zu komisch) auf. Am Besten in einer Art „Wilde Blattsammlung“ auf kleinen Zetteln, die Du wild durcheinander in einen Karton oder in eine Schüssel legst
  • Mache eine Pause, atme und lüfte durch, meditiere, mache einen Spaziergang oder irgendetwas anderes, bei dem Dein auf Kreativität stimulierter Geist zur Ruhe kommt.
  • Anschließend sortierst Du mit einem ruhigen, analytischen Geist Deine Notizen nach Themen, legst die Zettel vor Dir aus und versuchst, die Themen in einen Zusammenhang zu bringen. Vielleicht fällt Dir eine kleine Geschichte, eine Art Lebensweisheit oder etwas anderes ein, was in wenigen Worten oder Sätzen Deine Motivation, warum Du dieses Projekt willst, ausdrückt.

Unser menschliches Gehirn liebt Geschichten. Geschichten überzeugen und bleiben unserem Gesprächspartner besser in Erinnerung als eine Aneinanderreihung von Informationen. Die Frage „Warum wollen Sie das machen?“ ist eine Frage, die Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr häufig gestellt bekommen wirst. Wenn Du zur Zeit einen Job hast, der Dir ein sicheres Einkommen gewährleistet, wirst Du diese Frage garantiert überzeugend beantworten müssen, denn Du hast was zu verlieren.

 

2016 suchte ich das Gespräch mit der Investitionsbank, da ich mich in Sachen Fördermöglichkeiten beraten lassen wollte. Ich hatte meinem Gesprächspartner zuvor schon Informationen zu mir und meinem Konzept geschickt. In seinem Büro schaute er mich kopfschüttelnd an, schlug die Hände über der Stirn zusammen und sagte: „Wissen Sie, was ich mich gefragt habe, als ich Ihre Ausführungen gelesen habe? Weiß die eigentlich, was die da tut??? Ihren Job als Beamtin aufzugeben….Für einen C A M P I N G P L A T Z???? Warum???“

 

Mein Gesprächspartner bat mich darum, ihm zu erzählen, warum ich unbedingt einen Campingplatz betreiben wollte. Ich glaube, ich habe irgendetwas alles und nichts Sagendes erzählt. Schließlich ging es bei diesem Gespräch nicht um meine Befindlichkeiten oder darum, irgendjemandem meine Lebensgeschichte zu erzählen, sondern um Business.

 

Während ich noch darüber nachdachte, warum ich mich statt in einem Beratungsgespräch in einer Quizsendung befand, verschwand die Strenge aus dem Gesicht meines Gesprächspartners und er begann zu schmunzeln. Er sagte mir, dass ich diese Frage in Zukunft wohl sehr oft gestellt bekommen würde und daran arbeiten sollte, sie überzeugend zu beantworten. Er sagte, ein aus der Tiefe meines Herzens stammendes „Ich will es machen, weil ich da (O-Ton) 'richtig Bock' drauf habe!“ wäre eine überzeugendere Antwort.

 

Er hatte Recht. Ich wurde und werde sehr oft gefragt, warum ich mir so eine Arbeit „kaufen“ möchte.....

 

[Meine Motivation, warum ich das Buch Campreneur schreibe, kannst Du hier nachlesen.] 

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